Lebenslauf Schweiz: So überzeugt Ihr CV
Ein Schweizer Lebenslauf enthält einige Angaben, die in anderen Ländern unüblich sind – etwa die Aufenthaltsbewilligung oder Referenzen. Hier finden Sie alles, was hineingehört.
Aufbau eines Schweizer Lebenslaufs
Üblich ist der tabellarische, antichronologische Lebenslauf: Die neueste Station steht jeweils zuoberst. Eine bewährte Gliederung:
- Persönliche Angaben mit Foto
- Berufserfahrung
- Aus- und Weiterbildung
- Sprachkenntnisse
- Weitere Kenntnisse (EDV, Führerausweis, Hobbys)
- Referenzen
Persönliche Angaben
Neben Name, Adresse, Telefon und E-Mail sind in der Schweiz folgende Angaben verbreitet:
- Geburtsdatum und Nationalität
- Aufenthaltsbewilligung – wichtig für Arbeitgeber, wenn Sie nicht Schweizer Bürger/in sind (z.B. Ausweis B, C, G oder L)
- Zivilstand – freiwillig
- Je nach Stelle: Führerausweis (Kategorien), Arbeitspensum und Bereitschaft für Schicht- oder Pikettdienst
Bewerbungsfoto
In der Schweiz ist ein Foto im Lebenslauf nach wie vor üblich. Wählen Sie ein aktuelles, professionelles Porträt mit neutralem Hintergrund und freundlichem Ausdruck – kein Ferien- oder Handy-Selfie.
Berufserfahrung & Ausbildung
Nennen Sie pro Station Zeitraum (Monat und Jahr), Arbeitgeber, Ort und Funktion. Darunter folgen zwei bis vier Stichpunkte zu Aufgaben und Erfolgen – möglichst konkret, z.B. «Führung eines Teams von 12 Mitarbeitenden».
Bei der Ausbildung gehören Berufsabschlüsse (z.B. EFZ, EBA), Fachausweise, Diplome und relevante Weiterbildungen hinein.
Sprachkenntnisse
In der mehrsprachigen Schweiz sind Sprachkenntnisse oft ein entscheidender Vorteil. Geben Sie das Niveau nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER) an:
| Niveau | Bedeutung |
|---|---|
| Muttersprache | Erstsprache |
| C2 / C1 | Verhandlungssicher / fliessend |
| B2 / B1 | Gut / Mittelstufe |
| A2 / A1 | Grundkenntnisse / Anfänger |
Referenzen
Anders als in vielen Ländern sind Referenzen in der Schweiz verbreitet: Nennen Sie zwei bis drei frühere Vorgesetzte mit Name, Funktion, Firma und Telefonnummer – und fragen Sie diese vorher um Erlaubnis. Alternativ genügt der Vermerk «Referenzen auf Anfrage».
Länge & Format
- Ein bis zwei A4-Seiten – bei langer Erfahrung höchstens drei.
- Als PDF versenden, damit das Layout auf jedem Gerät gleich aussieht.
- Einheitliche Schrift und Farbe in allen Dokumenten.
- Lücken kurz erklären (z.B. Weiterbildung, Familienzeit, Reise).