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Lebenslauf Schweiz: So überzeugt Ihr CV

Ein Schweizer Lebenslauf enthält einige Angaben, die in anderen Ländern unüblich sind – etwa die Aufenthaltsbewilligung oder Referenzen. Hier finden Sie alles, was hineingehört.

Aufbau eines Schweizer Lebenslaufs

Üblich ist der tabellarische, antichronologische Lebenslauf: Die neueste Station steht jeweils zuoberst. Eine bewährte Gliederung:

  1. Persönliche Angaben mit Foto
  2. Berufserfahrung
  3. Aus- und Weiterbildung
  4. Sprachkenntnisse
  5. Weitere Kenntnisse (EDV, Führerausweis, Hobbys)
  6. Referenzen
Beispiel eines Lebenslaufs im Schweizer Format
Beispiel-Lebenslauf in der Vorlage «Klassisch» (fiktive Daten).

Persönliche Angaben

Neben Name, Adresse, Telefon und E-Mail sind in der Schweiz folgende Angaben verbreitet:

  • Geburtsdatum und Nationalität
  • Aufenthaltsbewilligung – wichtig für Arbeitgeber, wenn Sie nicht Schweizer Bürger/in sind (z.B. Ausweis B, C, G oder L)
  • Zivilstand – freiwillig
  • Je nach Stelle: Führerausweis (Kategorien), Arbeitspensum und Bereitschaft für Schicht- oder Pikettdienst
Freiwillig bleibt freiwilligAngaben wie Zivilstand, Kinder oder Militärdienst sind kein Muss. Geben Sie nur an, was Sie möchten – Religion oder Gesundheit gehören nicht in den Lebenslauf.

Bewerbungsfoto

In der Schweiz ist ein Foto im Lebenslauf nach wie vor üblich. Wählen Sie ein aktuelles, professionelles Porträt mit neutralem Hintergrund und freundlichem Ausdruck – kein Ferien- oder Handy-Selfie.

Berufserfahrung & Ausbildung

Nennen Sie pro Station Zeitraum (Monat und Jahr), Arbeitgeber, Ort und Funktion. Darunter folgen zwei bis vier Stichpunkte zu Aufgaben und Erfolgen – möglichst konkret, z.B. «Führung eines Teams von 12 Mitarbeitenden».

Bei der Ausbildung gehören Berufsabschlüsse (z.B. EFZ, EBA), Fachausweise, Diplome und relevante Weiterbildungen hinein.

Sprachkenntnisse

In der mehrsprachigen Schweiz sind Sprachkenntnisse oft ein entscheidender Vorteil. Geben Sie das Niveau nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER) an:

NiveauBedeutung
MutterspracheErstsprache
C2 / C1Verhandlungssicher / fliessend
B2 / B1Gut / Mittelstufe
A2 / A1Grundkenntnisse / Anfänger

Referenzen

Anders als in vielen Ländern sind Referenzen in der Schweiz verbreitet: Nennen Sie zwei bis drei frühere Vorgesetzte mit Name, Funktion, Firma und Telefonnummer – und fragen Sie diese vorher um Erlaubnis. Alternativ genügt der Vermerk «Referenzen auf Anfrage».

Länge & Format

  • Ein bis zwei A4-Seiten – bei langer Erfahrung höchstens drei.
  • Als PDF versenden, damit das Layout auf jedem Gerät gleich aussieht.
  • Einheitliche Schrift und Farbe in allen Dokumenten.
  • Lücken kurz erklären (z.B. Weiterbildung, Familienzeit, Reise).